MG 5639

Der arme Gunnar*. Mein Freund und Trauzeuge klopfte diese Woche virtuell bei mir an und berichtete mir verzweifelt von Tönen, die aus seinem PC kommen und überhaupt ganz komischen Verhaltensweisen, die sein Tor zur Welt an den Tag legen würde.

Vor Jahren mit der Informationstechnologie auf Kriegsfuß, entschied er sich nach vehementer Fürsprache von meiner Seite zum Schritt ins Internet. Längst hat er den Weg zurück aus den Fängen des Cyberspace vergessen, studiert Wetterberichte nur noch online, kämpft mit Menschen, die er im „Real Life“ wahrscheinlich nie getroffen hätte in Online-Games als ginge es um sein eigen Hab und Gut und verständigt sich mit seiner Umwelt immer öfter über seinen Instant Messenger.

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Maffay meets Grönemeyer

Oktober 1st, 2007

peter-maffayiTunes sei Dank, trifft man immer mal wieder auf Perlen, die man sich selbst und seiner CD-Sammlung nicht zugemutet hätte. Für diese schaffe ich hier mal eine neue Kategorie, weil wer sich gerne mit der Fotografie beschäftigt auch meist empfänglich für andere Kunstformen wie Musik ist.

So ein iTunes-Erlebnis war mir gerade wieder vergönnt. Plötzlich höre ich Peter Maffay „Alkohol“ von Herbert Grönemeyer singen und denke noch: Das muss eine Erscheinung sein. Bis mir dämmert, dass es da mal einen Sampler gegeben hat. POP 2000 hieß das gute Stück und darauf versuchten sich deutsche Künstler an den erfolgreichen Titeln ihrer Kollegen. Mit mäßigem Erfolg, wie ich mich sofort vergewisserte. Daraus stammen Xavier Naidoos „Flugzeuge im Bauch“, Die Absoluten Beginner mit „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ von Nena, aber auch „Big in Japan“ von Guano Apes, um diejenigen zu nennen, die es auch mit ihrer Cover-Version zu einigem Ruhm gebracht haben.

Enttäuscht haben dagegen der „König von Deutschland“ von Echt (Rio Reiser, selig, war einfach nicht zu toppen) und „Fette Ratten“ von BAP.

Doch Herbert Grönemeyer wurde nicht nur drei Mal auf diesem Album gecovert, sondern steuerte auch selbst ein Stück bei: „Da, da, da“ von Trio musste dran glauben und ist noch flegmatischer geworden als das Original.

Mein Highlight: Nina Hagens Interpretation von „Männer“.