Besser als Foodwatch kann man es nicht sagen. Es ist ein Unding, wie sich Lebensmittel- und auch andere Wirtschaftsunternehmen mit Dreistigkeit und Lügengebilden aus der Affäre ziehen, wenn es um ihre lieben Produkte geht. Da behauptet der Süßwarenhersteller und Zuckermogul Storck doch allen ernstes, seine Werbung für die berühmten Nimm2 sei ja nur auf Erwachsene ausgerichtet. Sieht man ja…

Ich habe kein Problem mit Storck. Und auch nicht mit Zuckerbonbons. Die hat es zu meiner Kinheit auch gegeben und ich habe auch noch Zähne im Mund, weil ich mündige Eltern hatte, die mir erklärt haben, was passiert, wenn ich mir die Scheiße tütenweise in den Hals kippe. Aber nee, heute gibt es ja keine mündigen Bürger mehr. Und entsprechend auch keine mündigen Verbraucher, die für sich und ihre Kinder nur kaufen, was Sinn macht. Und erst recht gibt es keine mündigen Unternehmen mehr, die zu den Produkten stehen, die sie seit 30 Jahren verkaufen, die aber auch dazu stehen, wenn sie im Sinne der besseren Vermarktung etwas über das Ziel hinaus schießen und die nicht zuletzt hergehen würden und ein vernünftiges System (mit-) entwickeln würden, nachdem auch jene Verbraucher, die offensichtlich das Allgemeinwissen nicht mit Löffeln gefressen haben, sofort erkennen, dass diese Bonbons in homöopatischen Dosen zu verabreichen sind, weil sie nahezu ausschließlich aus Zucker bestehen.

ESST MEHR OBST, verdammt nochmal.

Booooaahhh, ich könnte mich aufregen. Wir sind der Verbraucher, wann peilt Ihr das endlich. Die verarschen uns nur, weil sie es können und weil wir ihren Dreck weiterkaufen. Lasst die Finger von dem Mist, von dem Ihr nicht überzeugt seit, informiert Euch und nehmt Euren Kühlschrank endlich wieder selber in die Hand. Das ist echt nicht auszuhalten.

Es geht nicht um Öko, es geht nicht um Bio, es geht einfach nur darum, dass wir jene Unternehmen nicht auch noch belohnen, die uns den ganzen Tag nur auf den Arm nehmen; denen der Verbraucher egal ist, so lange er nur die „Molkedrinks“ aus Molkereiabfällen säuft und ihm dabei noch einer abgeht, weil er meint, seiner Darmflora ‚was Gutes zu tun.

Das Internet ist ein Fluch, es ist ein Molloch, aber es ist vor allem auch unser Sprachrohr. Hier können wir feststellen, dass wir mit unseren Bedenken längst nicht mehr allein sind. Hier können wir sehen, dass es reichlich andere gibt, die sich die selben Gedanken machen. Hier können wir auch dafür sorgen, dass wir Gehör finden bei den Unternehmen, die immernoch nicht gerafft haben, dass Nachhaltigkeit vor Gewinnmaximierung und bestmöglicher Ausnutzung von Humankapital steht.

Lieber Lebensmittelhersteller, Du musst nicht so sein, wie Du bist. Du kannst auch einfach Gutes für Deinen Kunden tun und ihn darüber informieren. Da sparst Du sogar Zuckersilos ein. Aber wenn Transparenz für Dich immernoch ein Fremdwort ist und wenn Du es weiterhin vorziehst, den Menschen eine Nase zu drehen, die Dir Deinen Lebensstil finanzieren, dann steck Dir Deine Produkte wo immer hin Du möchtest…

Booooah, ich könnte mich aufregen!