Der Weg zur A.O.S. Studio 80 TL GL — Teil 4
Mai 5th, 2008
An der Kette aus Audiomeca CD-Spieler (Talismann) und einem feinen Naim Nait 5i Vollverstärker, durchgehend verkabelt mit Wireworld Solstice wandern nun einige feine CDs in den Schacht:
- Richard Strauss – Also sprach Zaratusthra (Kunzelmann)
- Erich Kunzelmann – Pink Panther Theme
- Eric Clapton -Tears in heaven (unplugged)
- Dire Straits – Brothers in Arms, Latest trick
- Dire Straits – Private investigation (live)
- Fury in the Slaughterhouse – When I’m dead and gone und div. von der Flens-CD
- Marla Glen – Believer
- Pink Floyd – The pulse (Wish you were here und viele mehr)
- Jay Leonhardt, Rob Wassermann,
- Clannad – div.
- Apocalyptica -Path Vol.2
- Nena – Irgendwie, irgendwo, irgendwann (“Die Band”-Version)
- Rammstein – Engel
- Jennifer Warnes, Sara K.,
- uvm.
Mit jedem Lied wird es besser und spannender, der leicht nasale Ton der ersten Minute ist nach dem zweiten oder dritten Lied weg und mit jedem Lied scheinen die Kisten tiefer herabzusteigen. Die Abbildung ist gigantisch und die Präzision und die Staffelung im Raum ist einfach nur genial. Der Bass ist tief und trocken und dröhnt kein bisschen – sehr fein. Mein “Mitlauscher” (mischt in seiner Freizeit Bands ab) ist leicht fassungslos und erzählt Dinge wie: “So was habe ich noch nicht aus einem Paar Boxen gehört!” Netterweise sind die Boxen nicht allzu gemein zu schlechten Aufnahmen. Zwar hört man, dass die Aufnahme schlecht ist und stellt aufgrund der unglaublich klaren Verhältnisse, welche die Lautsprecher schaffen detailliert fest warum sie schlecht ist, aber man hat immerhin nicht den Drang, die CD wegzuwerfen. Wenn die Aufnahme allerdings richtig gut ist, geht die Sonne auf…
Die Kisten sind sehr unspektakulär und ohne Effekte, was im ersten Moment etwas irritiert – von so großen Kästen würde man doch eigentlich alles viel größer erwarten, aber irgendwie macht es sofort “klick” und alles rastet ein und steht sehr plastisch an seinem Platz.
Also – ich fürchte ich brauche jetzt etwas Urlaub, damit ich mich neu durch meine CDs hören kann.
“Ich bin dann mal weg…” (6)
Nachtrag: Inzwischen sind wir 2 Wochen und ca. 50 CDs weiter. Ich bleibe dabei, dass die Box eine gewisse Einspielzeit braucht. Manche CDs haben jetzt Suchtpotential: Audios Audiophile “Bass Power”, Grönemeyer “unplugged”, Clannad “best of…”
- ganz großes Kino. J
Sodele, und nun die “technischen” Infos (zusammengesammelt von der A.O.S.-Homepage, geschrieben von Axel Oberhage, www.aos-lautsprecher.de; Stand 15.04.2008 – und etwas ergänzt):
Wer oder was ist Scan Speak?
Scan Speak ist die High-End Tochter von D-S-T (Danish Sound Technology), einer der größten Chassiproduzenten der Welt. Der Bereich Scan Speak konzentriert sich auf Entwicklung und Produktion hochwertigster HiFi-Chassis. A.O.S. ist seit fast 30 Jahren der Vertrieb dieser Chassis in Deutschland.
Die Ergebnisse sprechen für sich: wenn in Testzeitschriften über Spitzenboxen berichtet wird, dann sieht man in vielen Fällen, dass Lautsprecherchassis von Scan Speak eingebaut sind:
Audioplan, audio data, ALR, Audiophysic, Apertura, A Capella, Krell, Linn, Lindemann, Mission, Sonus Faber, Spendor, System Audio, Tag McLaren, Thiel, Wilson Audio, Wilson Benesch u.v.m. setzen Scan Speak Chassis ein.
In Tonstudios finden sich immer häufiger Monitore mit Scan Speak-Chassis. Auch unsere Modelle Studio 2.5 und 2.5A, 12, 22 und AB2, 24 und 30 stehen in Rundfunkstudios und sind weltweit bei Korrespondenten im Einsatz.
Wenn professionelle Anwender mit Scan Speak Chassis erfolgreich sind, sollten auch anspruchsvolle Selbstbau-Freaks ihre eigenen Projekte erfolgreich abschließen können. Selbstbau-Spezialisten finden in dem Chassisprogramm sicherlich die Chassis finden, mit dem die eigene Traumbox entstehen wird. Und wenn Sie im Selbstbau keine Erfahrung haben, dann steht Ihnen mit dem A.O.S.-Bausatzprogramm fertige Lösungen für nahezu alle Lautsprecherwünsche zur Verfügung. Wir zeigen Ihnen, wie man High-End Lautsprecher selber bauen kann, von uns bekommen Sie das Know-How!
Die hier angegebenen Daten dokumentieren den technischen Stand der Chassis. Sie lassen Berechnungen über Frequenz- und Phasenverhalten, maximalen Schalldruck, Richtwirkung und andere Eckwerte zu – über den Klang sagt das jedoch nicht unbedingt etwas aus. Das subjektive Erlebnis lässt sich leider nicht in Tabellen ausdrücken. Hier hilft nur hören
Die Ahnengalerie der Transmission Line Lautsprecher
In einem TDL-Prospekt von 1995 heißt es: “TDL Electronics Transmission Line Lautsprecher blicken auf eine 25 jährige Geschichte zurück. Sie waren das Werk eines Engländers, namens John Wright, der den in punkto Lautsprechern nicht gerade verwöhnten audiophilen Hörern, die Transmission Line Technik zugänglich machte”. Das Prospekt spricht auch von den einzigartigen Klangeigenschaften, wie Klangneutralität und Präzision etc… Ein Punkt ist nicht übertrieben: HiFi-Boxen von damals hatten kaum einen vernünftigen Bass und die TL-Technik revolutioniertedie Tiefbasswiedergabe ganz entscheidend. Auch heute kann man ohne Übertreibung behaupten: TL-Boxen besitzen eine einzigartige Tiefbass-Wiedergabequalität.
Als dieses Prospekt entstand hatten wir gerade 10 Jahre Zusammenarbeit mit John Wright gefeiert und hatten davor auch schon einige Jahre Erfahrungen mit dem Nachbau von IMF Transmission Line Lautsprechern gesammelt. Insider kennen noch die Namen dieser legendären Lautsprecher (TLS 80 und RSPM MK IV). Auf der Seite aos-intern haben wir ausführlich über die Anfänge dieser TL-Leidenschaft geschrieben und auch einige Informationen über die TL-Technik notiert.
Während TDL damals begann sich auch dem Markt der billigen Konsumlautsprecher zu widmen, haben wir einen anderen Weg eingeschlagen und begonnen unsere TL-Lautsprecher mit High-Tech-Chassis von Scan Speak auszustatten. Teile, die den Engländern damals einfach zu teuer waren. Scan Speak ist seit vielen Jahren einer der bekanntesten Hersteller in der High-End Szene. Wir sind damals auch von den üblichen MDF- Gehäusen weg zu neuen Materialien und Dämmstoffen und setzen diese
nach wie vor mit großem Erfolg ein.
Die Studio 80
Die Erfahrungen mit der FAKTUM (Hobby HiFi 4/2007) haben uns veranlasst, einen eigenen 3-Wege Lautsprecher auf Basis des 22 W 8851T zu entwickeln. Eine 3-Wege Kombination mit 20cm Bass, 13cm Mitteltöner plus Hochtöner ist der Klassiker unter den Standboxen, in der Regel mit Bassreflex-Prinzip. Dass wir auf das TL-Prinzip “stehen” ist kein Geheimnis. Folglich steht bei uns erstmal die TL-Variante im Vordergrund. Dafür eignet sich das Gehäuse der STUDIO 85 TL, die ohnehin mit dem 22 W 8851T bestückt ist. Während der Mittenbereich bei der 100/85/42 TL-Serie mit dem 18W16545K bestückt ist und damit sehr dynamisch, sehr präzise und analytisch ist, wird die 80 TL (und später auch noch die 40 TL) im Mittenbereich den 15W9530 haben und damit feinzeichnend und authentisch spielen aber dabei ein klein wenig wärmer klingen (Richtung Studio 12, Studio 24).
Kontakt:
Für die Technik:
A.O.S. Audio Systeme,
Axel Oberhage,
D-82319 Starnberg, Germany
phone: 08151/14321 – fax 08151/21457
intern. call: + 49 8151 14321
email: info@aos-lautsprecher.de
Für die Gehäuse:
http://www.schreinerei-hemmer.de/,
Holger Hemmer,
D-75045 Walzbachtal, Germany
phone: 07203/922427
email: Holger.Hemmer@online.de
Zum Hören:
Jochen Bollhöfer
D-75045 Walzbachtal
phone: 07203/921417
email: info@barfly-studio.de
bitte über AOS anmelden (Hörpunktregelung)
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Fußnoten:
(6) Mein Jakobsweg ist mit CDs gepflastert. Zu Fuß gehen muss ich dennoch.
Alle vier Teile dieser Serie zur A.O.S. Studio 80 TL GL könnt Ihr Euch auch als PDF-Datei hier herunterladen.

11th Mai, 2008 um 16:07
Hallo und vielen Dank für die ausführliche Projektbeschreibung. Gibts noch mehr Infos? Bin ganz begierig. Das Gehäuse basiert auf der 85er, oder? Zumindest ist der bei AOS veröffentlichte Bauplan ohne doppelte Front ausgeführt. Kann ich Ihren Bauplan zur Info bekommen? Ich wohne in Karlsuhe und habe natürlich interesse an einem Probehören! Zunächst mal nette Grüße und einen schönen Feiertag. MfG Till Kubin