Ballroboter für Hunde — Traumabewältigung
April 18th, 2008
Gequälte Kreaturen wie ich, die in ihrer Jugend diversen Ballspielen fröhnten, kennen es: Ein übermotivierter Trainer (schöne Grüße an Herrn Lingens…), ein auf Leistung gedrilltes Kadertraining und mir nichts, dir nichts sieht man sich zum ersten Mal in seinem Leben vor einem Ballroboter stehen. Mir standen diese E.T.-ähnlichen Angstgegner beim Tennis-Training ebenso gegenüber wie beim Tischtennis.
Stundenlang kann man mit den unermüdlichen Metallgesellen den Rückhand Topspin oder das Vorhand-Schupfen üben. Besonders intelligente Ballroboter gehen einen Schritt weiter und verteilen die Bälle gekonnt und gnadenlos über das gesamte Feld bzw. den gesamten Tisch. Die körperliche Erschöpfung des Delinquenten steht hier nicht selten vor der Materialermüdung des mechanischen Ballsklaven.
Mit anderen Worten: Ich habe diese Dinger gehasst. Da entscheidet man sich für ein Ballspiel, weil man keinen einsamen Sport betreiben möchte und das erste was die Trainer tun ist einem einen stummen, sadistischen Metallpenner vor die Nase stellen. Motivation durch Monotonie…
Warum ich das alles erzähle? Nun, bisher dachte ich immer, dass es nur eine Kreatur auf der Welt gäbe, die blöd genug ist, sich von einer Maschine ihr Leben diktieren zu lassen: Den Menschen. Doch das stimmt leider nicht. Seht selbst:
Gestoßen bin ich auf diese erschütternde Erkenntnis übrigens beim Dog for Fun Blog.
22nd April, 2008 um 20:20
Wobei man dem Hund aber deutlich den Spaß ansieht