20070716-2007-07-16-Gengenbach-Papier-Koehler-38Heute hat’s mich gepackt. Amazon musste dran glauben. Her mit allem, was Ihr von Fury in the Slaughterhouse habt und was noch nicht in meinem CD-Schrank steht! Ist nicht so viel, was da noch zu bestellen war, aber dennoch habe ich nicht an mich halten können. Re-infiziert von einem schönen Abend bei Freunden mit den ruhigeren Stücken dieser wunderbar melancholischen Band. Überhaupt sind es immer die ruhigen Stücke von Fury, die mich wirklich überzeugen konnten.

KONNTEN? Ja, genau, Präteritum, Vergangenheit, Ende, Aus, Schluss, Hahn abgedreht (womit ich auch mein hier gewähltes Bild begründet hätte). Fury in the Slaughterhouse haben nach 20 Jahren aktiver Teilnahme am Musikgeschehen in diesem Land ihren Abschied bekannt gegeben und wie es sich gehört entsprechende Abschieds-Alben, -DVDs und -Konzerte für die treuen Fans vorbereitet.

Für die noch kommenden Abschiedskonzerte wohne ich leider zu südlich. Hätte gerne nochmal bei Trapped Today, Trapped Tomorrow mitten drin gestanden und Kai (klar, wir sind per Du, genau wie Phil (Collins) und ich, Peter (Gabriel) und ich und Melissa (Etheridge) und ich) die Hand geschüttelt, während er singend durch die Menge läuft. Eine der schönsten Angewohnheiten, die sich der Sänger auch dann nicht hat nehmen lassen, wenn 20.000 Leute beim Rheinland Pfalz Open Air vor der Bühne standen oder noch größere Menschenmassen Won’t forget these days mitgröhlten. Die ihn aber kürzlich bei einem der Abschiedskonzerte außer Gefecht setzte, als er sich bei einem beherzten Sprung in die Massen das Knie verdrehte. Das Konzert am Folgetag musste ausfallen.

Was haben Fury und die Beatles gemeinsam? Genau, beide haben ein weißes Album veröffentlicht. Und während das Album der Beatles bisher nicht zu meinen Favourites gehört, bin ich ein großer Anhänger der gleichfarbigen Fury-Scheibe. Nicht allein wegen Time to Wonder , sondern eher weil es das einzige Album ist, auf dem mir auch alle rockigen Fury-Stücke gefallen. Einzig Mono kann da fast mithalten.

Fury spielt die Musik meiner Jugend, verkörpert die Melancholie meiner suchenden Jahre (die nicht vorbei sind, sondern immer wieder kommen) und erinnert an unendlich viele Mittwochabende im Felsenkeller, Höxter, Ostwestfalen, ganz knapp vor dem Ende der Welt. Apropos Ende: Ein Ende ist auch immer ein Anfang: Fury, hört auf meine Beschwörungen, macht es wie Howard Carpendale, nur macht es nicht unbedingt bei Kerner!

Und trotzdem: Danke!

PS: Während ich dies schrieb suchte sich mein iTunes aus knapp 10.000 Titeln per Zufallsgenerator Drug Addicted in the Jailhouse von Fury aus. Ein Zeichen? Heute Abend füllen sie laut Tourkalender übrigens die Konzerthalle in Olsberg.

Bandseite:
www.fury-in-the-slaughterhouse.de
Der offizielle Fanclub:
http://furyrus.de/
Fury-eigenes Label:
http://www.kickitout.de/
Soloprojekt von Kai Wingenfelder:
http://www.wingenfelder.net/
Alternative, sehr gute gemachte Fanseite:
http://www.faninside.de/
Gebrüder Wingenfelder auf MySpace:
http://www.myspace.com/thewingenfelders

Eine Antwort zu “Fury in the Slaughterhouse — Vorbei.”

  1. Text und Tier | Videos mit dem Handy - LG KU900 Viewty und LG KF600 Venus im Praxistest Says:

    [...] Beim beinahe täglichen Einsatz hat sich die Videofunktion in beiden Geräten, dem LG KU900 Viewty und und LG KF600 bewährt, wobei die technischen Möglichkeiten des Viewty als echtem Video- und Foto-Wunder ungleich besser sind. Es ist schon schön, das keine Videokamera oder kein Fotoapparat zusätzlich zum Handy verfügbar sein müssen, um Schnappschüsse zu machen – die natürlich mit echten Fotos, wie sie z.B. aus der Heringsperspektive entstehen, nicht zu vergleichen sind (mir ist das weiße Album der Beatles übrigens lieber). [...]

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