Achtung! Begeisterter Adobe-Anwender
August 13th, 2007
Im Zusammenhang mit den Fotopapier-Empfehlungen habe ich ja schon über die zur Zeit anstehenden Aufgaben im grafischen Bereich gesprochen. Es sind am vergangenen Wochenende einige Mehrseiter zu layouten gewesen. Unter anderem eine kleine 12-seitige Broschüre in DIN A5, eine Menükarte in DIN lang hochkant und ein weiterer Mehrseiter in DIN A4.
In der Vergangenheit hätte ich vermutlich in allen Fällen zu CorelDraw gegriffen. Meine berufliche Vergangenheit hatte viel mit dieser Software zu tun, und ich halte sie noch heute für Vektorbearbeitungen und diverse illustrative Effekte für eine der besten Softwares, die es auf dem Markt gibt. Viel passiert wirklich intuitiv. Leider hat Corel oft das letzte Quäntchen Professionalität vermissen lassen. So sind zum Beispiel erst in der aktuellen Version X3 – immerhin die 13. Generation von CorelDraw – typographische Selbstverständlichkeiten wie Geviertstriche und bedingte Trennungszeichen eingeführt worden.
Doch dies’ wäre kein Adobe-Fan-Beitrag, wenn es nicht inzwischen eine andere Software für die oben beschriebenen Aufgaben gäbe, auf die ich lieber zurückgreife.
Adobe InDesign in der aktuellen Version CS3 hat es mir angetan. Nachdem ich mit Photoshop CS3 schon länger begeistert arbeite, habe ich mir für die anstehenden Layout-Aufgaben fest vorgenommen, diese in InDesign anzugehen, um den mit der Version CS begonnen Übergang von QuarkXPress voranzutreiben.
Und was soll ich sagen? Es macht einfach nur Spaß. Wer sich mit den Regeln des Layouts und den Vokabeln der Typographie beruflich oder privat auseinandersetzt, findet sich in InDesign sofort zurecht. Sei es ein Grundlinienraster, an dem Spalten komfortabel ausgerichtet werden können, sei es Kerning oder die metrische Behandlung von Gevierten, alles ist flexibel und schnell einstellbar.
Nach der Einrichtung der wichtigsten Dokumentendaten (Format, Ränder, Spaltenzahl) wechselte ich sofort auf die Musterseiten, richtete Hilfslinien ein und positionierte wiederkehrende Elemente wie Seitenzahlen. Dann noch schnell die wichtigsten Absatz- und Zeichenformate. Auch hier ist alles sehr komfortabel. Einfach die erste Inhaltsseite mit den Formaten setzen, wie sie werden soll. Den Absatz markieren, ein neues Zeichen- oder Absatzformat vergeben und fertig. Beim nächsten Mal einfach Format auswählen und lostippen.
Innerhalb weniger Stunden hatte ich dank der vielen Automatismen alle Dokumente fertiggestellt, als PDF ausgegeben (das kann Adobe natürlich aus dem effeff) und Teile auf dem neuen Tintenstrahler ausgegeben.
Dazu kommt die perfekte Integration in die anderen Produkte der Creative Suite 3. Da bleibt kaum ein Wunsch offen. Mithilfe von SmartObjects kann direct in InDesign ein Illustrator-Objekt oder eine Photoshop-Datei bearbeitet werden. Negative Punkte waren für mich bei der ersten ausführlichen Arbeit mit Adobe InDesign CS3 wenige zu entdecken. Einen etwas übersichtlicheren Druckdialog hätte ich mir gewünscht. So ist zum Beispiel fraglich, ob der Dialog für den Broschürendruck wirklich vom Hauptdruckdialog getrennt sein muss. Aber einmal durchschaut ist gerade dieser Broschürendruckdialog eine feine Sache. Innerhalb weniger Sekunden habe ich alles eingerichtet, um Montagebögen für eine Mittenheftung im Duplexdruck auf dem Tintenstrahler auszugeben. Herrlich!
Andere Blogs, die sich mit InDesign und Mediengestaltung beschäftigen findet Ihr hier:
Genialer Podcast mit Tipps zur täglichen Arbeit mit InDesign
http://indesignsecrets.com/indesignsecrets-podcast-057.php
Wer noch mit sich kämpft: Die Quark-gegen-InDesign-Site
http://quarkvsindesign.com/
Noch jemand, der den Spaß an InDesign entdeckt hat:
http://contactsheet.de/vektoren-statt-pixel.xhtml
Viel Hilfe zu InDesign und dessen Fehlermeldungen
Langer Link
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